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TU München - Versuch - Gen-Kartoffeln

Die Technische Universität (TU) München will ab dem bevorstehenden Frühjahr einen neuen Freisetzungsversuch mit gentechnisch verwandelten Kartoffeln in Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) und Oberviehhausen (Landkreis Deggendorf) vollführen.

Das geht aus einem Gesuch hervor, den die TU München beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestellt hat. Die Kartoffeln enthalten einen hohen Anteil des Carotinoids Zeaxanthin und sollen scheinbar vor Augenleiden im Alter abwehren, die nach zu geringem Verzehr von Gemüse auftreten können.

'Zeaxanthin-Kartoffeln sind so sinnvoll wie eine Neuerfindung des Rads', meint Andreas Bauer, Agrarwissenschaftler und Gentechnikexperte beim Umweltinstitut München e.V. Zeaxanthin komme in zahlreichen Gemüsearten in ausreichender Menge vor, etwa in Bohnen, Salat und Mais. 'Darüber hinaus ist es ein völlig verfehlter Ansatz, falsche Ernährung mit einer Technologie zu bekämpfen, die Ökosystem und Verbraucher neuen unakzeptablen Risiken aussetzt', so Bauer weiter.

Weitere Informationen:
Umweltinstitut München e.V.
Landwehrstr. 64a
80336 München
www.umweltinstitut.org

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