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Kartoffelernte 2005

Der Bund/Länder - Sachverständigen Ausschuss für die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung hat das vorläufige Ergebnis der diesjährigen Kartoffelernte festgestellt.Mit insgesamt rund 11,16 Mill. t wird die Kartoffelernte nach einem deutlichen Flächenrückgang und insgesamt durchschnittlichen Erträgen um 14,5 % geringer als im Vorjahr (13,04 Mill. t) ausfallen.

Kartoffelernte

Der langjährige Durchschnitt (1999 bis 2004) von 11,72 Mill. t dürfte um rund 5 % unterschritten werden. Insgesamt wurden 2005 489 600 t Frühkartoffeln geerntet, knapp 5 % weniger als 2004. Bei den mittelfrühen und späten Sorten ging die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um rund 15 % auf 10,67 Mill. t zurück.

Marktsituation

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung wurde der Kartoffelanbau 2005 nach einer sehr unbefriedigenden Marktsituation im Vorjahr um 6,4 % auf 276 300 ha eingeschränkt. Die Frühkartoffelfläche wurde um rund 1,5 % auf 15 700 ha verringert, während die Anbaufläche mittelfrüher und später Sorten mit 260 600 ha rund 7 % unter der Vorjahreswert liegt. Dabei wurde die Speisekartoffelfläche mit -9 % noch deutlicher als die Industriekartoffelfläche (-5 %) reduziert.

Erträge

Der durchschnittliche Hektarertrag liegt bundesweit bei 404 dt/ha und bleibt damit deutlich (-8,6 %) unter dem Vorjahresniveau (442 dt/ha). Die Hektarerträge schwanken zwischen 290 dt im Saarland und 440 dt in Nordrhein-Westfalen, insgesamt sind sie aber in allen Ländern gesunken. Das langjährige Bundesmittel (399 dt/ha) wird allerdings um rund 1 % übertroffen. Bei Frühkartoffeln gingen die Erträge (312 dt/ha) gegenüber 2004 um rund 3 % zurück, liegen aber rund 3 % über dem Niveau des langjährigen Mittels. Bei den mittelfrühen und späten Kartoffeln (409 dt/ha) wurden etwa 9 % weniger pro Hektar als im Vorjahr, aber 1 % mehr als im langjährigen Schnitt geerntet.

Qualität

Die Qualität wird überwiegend gut bewertet. Aus manchen Gebieten werden aber auch Qualitätsprobleme aufgrund fauliger und schorfiger Kartoffeln gemeldet. Das Angebot an großen Knollen scheint in diesem Jahr eher klein auszufallen.

Nachdem in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern Europas eindeutig kleinere Erntemengen erwartet werden, haben sich die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich erholt. Die ZMP schätzt die Preise für die 38. Woche auf 8,04 Euro/dt vorwiegend festkochende Kartoffeln, das ist mehr als doppelt so viel als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch die Erzeugerpreise für Industrieware haben sich entsprechend erholt. Die Preise könnten kurzfristig aufgrund der höheren Angebotsmenge etwas unter Druck geraten. Insgesamt dürfte jedoch mit einer stabilen Marktentwicklung zu rechnen sein.
Die Verbraucherpreise haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls wieder deutlich angezogen. Derzeit sind im Einzelhandel Kartoffeln je nach Sorte und Gebindegröße zwischen 0,29 und 0,52 /kg zu haben.

Quelle:
Pressemitteilung Bundesministerium f. Verbraucherschutz

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